emotionale intelligenz hat ihre wurzeln in der kinderstube!
die ersten 7 jahre sind für die erziehung eines menschen entscheidend, denn in dieser zeit sind vor allem im bereich der sinnesausbildung, des sozialen lernens und zutrauen in die eigenenen fähigkeiten wesentliche entwicklungsschritte möglich, die später kaum noch nachzuholen sind.
geborgenheit und zuwendung vom 1. tag an:
geborgenheit erfährt ein baby durch gebärden der zuwendung, blickkontakt, sprechen, kosespiele, wiegen und halten. wo kinder immer wieder auch körperliche geborgenheit spüren, können sie emotional richtig satt werden und selbstvertrauen entwickeln.
alle kinder wollens selber können!
kinder sind oft ungehalten wenn wir ihnen bei bewegungsversuchen helfen wollen. wer sein kind fördern will, soll ihm seinen drang zur eigenaktivität lassen und nicht versuchen, ihm alles zu erleichtern. das kind kann in den ersten lebensjahren die welt nur mit seinen sinnen verstehen - seine natürliche neugier ist ihm der beste lernmeister. selber tun und dafür anerkennung ernten verschafft richtige glücksgefühle!
die sinne aktivieren...
dem gleichgewichtssinn kommt unter den verschiedenen sinnen eine ganz besondere bedeutung zu. direkt von ihm hängen ab: hören, sehen, wahrnehmen, das sprachliche ausdrucksvermögen. die wesentliche entwicklungszeit für den gleichgewichtssinn sind die ersten sieben jahre.
zuhören, lauschen, musizieren...
auf etwas hören, bedarf der lust, aufmerksam zu sein. kinder haben ein besonders empfindliches hörvermögen, ihre aufmerksamkeit wird nicht durch lautstärke sondern durch die qualität der laute angeregt. wer zuhört kann das besondere wahrnehmen und sich daran freuen. durch reime, singsang, fragen und antworten, harmonische klänge und musizieren können wir den hörsinn unserer kinder stimulieren.
sprechen...
die sprache ist der grundträger jeder menschlicher kultur, denn sie verschafft uns die verbindung zu anderen menschen. sprache ermöglicht uns, so miteinander umzugehen, dass wir auch verstanden werden. kinder, die nicht in der lage sind, sprache zu beherrschen, sind leichter geneigt, nach körperlichen mitteln der verständigung zu suchen! darum sollten wir mit unseren kindern so oft wie möglich kommunizieren, lesen, hand- und fingerspiele machen, fragen-antworten spielen und dies alles nicht dem fernseher überlassen...
sehen und wahrnehmen...
was sich im erwachsenenalter wahrnehmen lässt, hängt ganz entscheidend von der frühkindlicher erfahrung ab. beim spielen, am besten noch in der natur, ist der sehsinn auf die natürlichste und beste weise angeregt. auch hier: die ausbildung des sehsinnes wird massiv beeinträchtigt, wenn kinder schon früh und lange vor dem bildschirm sitzen.
tasten, greifen, grenzen erleben...
berühren, ist die erste soziale erfahrung im leben eines kindes. durch liebevolles halten und streicheln können eltern ihrem kind das wesenstliche vermitteln: liebe und geborgenheit. eine liebevolle umarmung hilft dem kind immer wieder sein inneres gleichgewicht zu finden. durch hand- und schossspiele können wir diesen sinn fördern.
riechen und schmecken...
wer einen differenziert ausgebildeten geruchs- und geschmackssinn hat, ist insgesamt aufmerksamer und wacher - nicht nur gegenüber dem essen, sondern für das leben überhaupt. es ist wichtig mit den kindern an speisen zu schmecken und riechen, damit sie differenzierte verbraucher mit eigengeschmack werden und nicht nur "irgendetwas essen".
vorbild sein!
vorbilder können dem kind halt und sicherheit geben, wissen was gut und nicht gut ist. sie können die kinder lieb haben, trösten und mut machen. aber auch grenzen setzen, damit das kind sich orientieren kann. durch uns erfahren die kinder wie man mit anderen menschen, gegenständen, tieren, pflanzen, der umwelt umgeht. ein kleines kind nimmt alles, was es erlebt, tief in sein inneres hinein.
rhythmus...
sich orientieren können und wissen, woran man ist, das ist für kinder lebensnotwendig. sie brauchen die gewissheit, dass es im alltag gewisse handlungen gibt, die beim nächsten mal in vertrauter weise wiederkehren. darum müssen wir unserem familienalltag struktur geben und verlässliche vereinbarungen treffen. das verschafft wiederum uns erwachsenen freiräume die wir ebenfalls brauchen.
grenzen setzen...
es liegt in der natur jedes kindes, seine grenzen auszuloten. es will doch wissen, wie es zugeht auf der grossen welt! doch kein kind wird alleine seine grenzen finden, weil es sich immer etwas neues einfallen lässt, um auf sich aufmerksam zu machen. nur wenn wir dem, was es tut, beachtung schenken, kann das kind lernen ein soziales wesen zu sein.
werte vermitteln - feste feiern...
feiern kann man den weihnachtsmann, ostern, den eigenen geburtstag. im kleinem oder grösserem rahmen. erzählungen, geschichten, lieder die jedes jahr zur gleichen zeit erklingen, nehmen kinder tief als bilder in sich auf - diese geben ihnen seelennahrung.
all dies vermitteln wir als eltern am besten durch spielen, spielen, spielen. in bewegung sein ohne zwang und dabei freude haben.
unter spiel & spass findest du einige spielanregungen.
viel freude!


